Buch Plus – Weihnachtsgeschenke mit dem gewissen Etwas

Bücher gehören zu den beliebtesten Geschenken überhaupt. Ich habe mir angewöhnt zu jedem Buch noch ein kleines Extra dazu zu packen. Ist schon die Auswahl eines passenden Buchs etwas sehr Persönliches, kommt mit der kleinen (oder größeren) Zugabe noch das Sahnehäubchen oben drauf.

Bei uns entstand so über die Jahre ein kleines Museum, weil sich mein Mann quer durch die historischen Epochen liest. So bekam er vor 20 Jahren zu den Ramses Romanen von Christian Jacq ein Uschebti, das ich im Dorotheum ersteigert hatte. Die SPQR Romane von John Maddox Roberts wurden unter anderem mit römischen Münzen garniert oder „Rot ist mein Name“ von Orhan Pamuk mit mittelalterlichen islamischen Gläsern.

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Hier sind nun ein paar Geschenktipps für 2015

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Für Gartenliebhaber empfehle ich „Alte Gemüsesorten. Von der Ackerbohne bis zur Zuckerwurzel“ von Elke Achtner-Theiss und Sabine Kumm. Illustriert mit wunderschönen Bildern alter Handschriften werden viele, fast vergessene Raritäten vorgestellt. Gepaart mit einigen Samenpackungen eben dieser Sorten ist der schöne Hardcoverband sicher eine tolle Überraschung.

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Wer gärtnern und historische Romane mag, dem kann ich „Die Spucke des Teufels“ ans Herz legen. Elke Achtner-Theiss alias Ella Theiss hat hier ihr Wissen über die Kartoffel und über die Bemühungen Friedrichs II., seinem Volk dieses Gemüse schmackhaft zu machen, in einem fulminanten Roman niedergeschrieben. Es ist kein typischer klischeehafter Genreroman, sondern ein lebensechtes Sittenbild der Zeit, das teilweise grotesk und witzig ist. Mein Tipp als Zusatzgeschenk zum Buch: Ein gemeinsamer Kochabend, um einige der Rezepte, die im Text immer wieder mal auftauchen, nach zu kochen.

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Überhaupt finde ich, Zeitgeschenke – aber schon mit festgelegtem Datum, damit man es nicht ewig verschiebt – sind etwas Wunderbares. Denn materiell haben wir doch schon fast alles, aber gemeinsam zu kochen, zu essen und zu plaudern gehört zu den schönsten Dingen überhaupt.

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Von einem außergewöhnlichen historischen Roman komme ich nun zum nächsten: „Die Venezianerin und der Baumeister“ von Gudrun Lerchbaum. Lerchbaum beleuchtet das Leben Andrea Palladios, eingebettet in eine Dreiecksbeziehung. Ich erlaube mir, hier den Teil einer Amazon-Rezension zu zitieren: „..kein historischer „Liebesschinken“. Dies ist ein Beziehungsroman im allerbesten Sinne, einer, der Haupt- und Nebenfiguren klug, differenziert und facettenreich ausleuchtet … Ein hervorragender Roman – nicht nur für Palladio-Fans.“

Mein Add-on ist noch ein Buch. Aber so bin ich eben, ich kann nicht anders. Und bei Büchern aus dem Taschen-Verlag schlägt das Herz einer Kunsthistorikerin sowieso höher. „Architekturtheorie von der Renaissance bis zur Gegenwart.“ Ich sage nur: profund, kompakt wunderbar illustriert. Wem das zu theoretisch ist, dem empfehle ich z.B. Palladio-Poster oder Postkarten. Ein Wochenende in Vicenza, um sich das Teatro Olimpico anzusehen wäre auch noch eine Option 😉

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So – von den historischen Romanen geht es zu meinen Kunstgeschichtekrimis, für die ich natürlich auch ein bisschen Werbung machen muss.

„Die Kunstjägerin“ kann man mit vielem garnieren. Ich schicke ja indirekt alle Leser ins Museum, weil ich im Nachwort bitte, mir bei der Suche nach dem Maler des Bildes, das im Buch eine große Rolle spielt, zu helfen. Zur „Kunstjägerin“ verschenke ich also meist Jahreskarten für das Kunsthistorische Museum oder handgefertigte Skizzenbücher, falls jemand im Museum einige Alte Meister kopieren möchte. Ich liebe diese Skizzenbücher, die selbst schon kleine Kunstwerke sind.

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Und zur „Tarotmeisterin“ ist das passendste Zusatzgeschenk natürlich das Tarotdeck der Pamela Coleman Smith. Handelt doch das gesamte Buch von den Originalillustrationen dieser Karten, die plötzlich in Wien auftauchen und versteigert werden sollen. Von ein paar Leserinnen habe ich schon gehört, dass sie sich die Karten nach der Lektüre des Krimis besorgt haben.  Also schenke ich sie gleich mit.

Das waren ein paar konkrete Vorschläge, aber es lassen sich sicher zu jedem Buch kleine Goodies finden. Vielleicht ist ein Messerset zu einem Serienmörderkrimi suboptimal, aber es könnte eventuell mit einer Einladung ins Kriminalmuseum einhergehen. Übrigens, falls jemand Hilfe braucht, stehe ich für Vorschläge gerne zur Verfügung.

Viel Spaß beim stressfreien Schenken!

Bezugsquellen:

Samen: Ich bestelle mein Saatgut immer bei Reinsaat. Hier gibt es viele Raritäten, alte Sorten werden gepflegt und weiter gezüchtet. Und natürlich bio. Das sollte man einfach unterstützen. (Verschickt auch nach Deutschland)

Skizzenbücher: Handgemachte Skizzenbücher werden jetzt oft auf Kunsthandwerks-Weihnachtsmärkten angeboten, auch etsy ist ein guter Tipp. Sonst nehme ich Moleskine oder paperblanks.

Bücher: Beim lokalen Buchhändler kaufen oder gleich hier:
  

  

  

eBooks

Poster

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